Gute Rahmenbedingungen im U3-Bereich fallen nicht vom Himmel

Veröffentlicht am 19.02.2013, 12:24 Uhr     Druckversion

20. 2. 2013


Gute Rahmenbedingungen im U3-Bereich fallen nicht vom Himmel

Das ist das Fazit der Veranstaltung „Ist es richtig, was wir tun? U3 – eine Zwischenbilanz „ des Bündnisses für Familie in der Mensa der Theodor- Heuss- Gemeinschaftsschule in Preetz.
Ein großer Kreis von Erzieherinnen, Tagespflegepersonen und Interessierten war der Einladung der Moderatorinnen des Arbeitskreises „ Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, Ulrike Michaelsen und Helga Hohnheit gefolgt, um die bisher geschaffenen Rahmenbedingungen im U3-Bereich zu hinterfragen.

Mit in Krafttreten des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem ersten Lebensjahr zum 01.08.2013 wird der Kreis für 41,2 Prozent der unter Dreijährigen einen Platz in einer Krippe oder bei einer Tagespflegemutter anbieten können. Damit liegt der Kreis um 6.2 Prozent über der vom Bund geforderten Mindestausbauquote von 35 Prozent. Deshalb sollte es in dieser Veranstaltung nicht um den Quantität der Betreuungsangebote gehen, sondern in erster Linie um die Qualität der Betreuung in Krippe und Tagespflege, da sie ganz entscheidend für die positive Entwicklung der Kinder in den ersten Lebensjahren ist. Daran ließ auch Frau Dr. Ilse Wehrmann, Diplom-Sozialpädagogin und bundesweit anerkannte Sachverständige für Frühpädagogik, in Ihrem Einstiegsreferat keinen Zweifel. Sie hob u.a. hervor, dass eine ausreichende Personalausstattung eine Grundvoraussetzung für eine optimale Förderung der Jüngsten ist.
Sie forderte Regelungen für eine einheitliche Strukturqualität in Krippen und Tagespflege auf Landes- und Bundesebene ein, verbunden mit entsprechenden Messinstrumenten, um eine Qualitätskontrolle der Betreuungsleistung durchführen zu können. Im Zuge der sich anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Ute von Bargen-Sauer, Referentin für den Kita-Bereich beim DPWV-S-H, wies Sabine Redecker, Kita-Fachberaterin der AWO-S-H. daraufhin, dass es in Schleswig-Holstein allgemein einen Nachholbedarf in der Qualifizierung der Erzieherinnen im Bereich Frühpädagogik sowie der Elternbetreuung von Kleinstkindern gibt.
Die Leiterin der Familienbildungsstätte Plön, Christel Pfau, konnte für den Kreis Plön feststellen, dass im Kreis bereits 90 Erzieherinnen das Zertifikat Fachkraft für Frühpädagogik erworben haben. Sie sah für die Zukunft einen Bedarf der praxisbezogenen Begleitung in den Einrichtungen durch eine ambulante, so zu sagen, aufsuchende Fachbetreuung in den Einrichtungen. Annika Engel, eine der 125 anerkannten Tagesmütter und 1. Vorsitzende des Kindertagespflegerings für den Kreis e. V. stellte die Forderung, auch die Tagesmütter in das vom Kreis ermöglichte Qualifizierungsangebot mit aufzunehmen, da von den insgesamt 1073 Betreuungsplätzen allein 427 Plätze von Tagespflegeeltern bereit gestellt werden.
Erfahrungen aus der praktischen Arbeit in der Evangelischen Kita in Lütjenburg brachten die Leiterin, Frau Nina Frank-Bastian und Frau Jana Stöver, ein. Sie sprachen die wichtige Eingewöhnungsphase der Kinder in ihr neues Umfeld an.

Nur in enger Zusammenarbeit mit den Eltern könnten erforderliche Bindungen und Beziehungen zur Erzieherin aufgebaut werden, die dem Kind Sicherheit und Geborgenheit vermitteln und den Eltern das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die Veranstaltung hat eines deutlich werden lassen, gute Rahmenbedingungen fallen nicht vom Himmel, sondern müssen gemeinsam weiter entwickelt werden, um kreisweit den Kleinsten bei den ganz wesentlichen Lern- und Entwicklungsprozessen in den ersten Lebensjahren behilflich sein zu können.
Die Moderatorinnen, Ulrike Michaelsen und Helga Hohnheit haben zugesagt, Themen wie kostenfreie Qualifizierung der Tagesmütter, personelle Ausstattung in Einrichtungen, Entwicklung eines Beratungsangebotes für die aufsuchende Beratung der Krippenpädagogen auf die Agenda des Kreises zu setzen. Ebenso wie die Forderung an das Land, schnell möglichst das Kindertagesstättengesetz so zu ändern, dass die Betriebskostenbezuschussung für selbstständig tätige Tagespflegemütter zügig erfolgen kann.


Foto:
Frau Frau Frau Frau Frau
Jana Stöver Nina Frank-Bastian Ute von Bargen-Dauer Christel Pfau Dr. Ilse Wehrmann
Frau Frau
Sabine Redecker Anika Engel


























































Homepage: SPD Kreis Plön


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