Digitales Klassenzimmer – es geht nur noch um das wie nicht mehr um das ob!

Veröffentlicht am 12.11.2015, 09:02 Uhr     Druckversion

Auf einer gut besuchten Veranstaltung der SPD-Kreis Plön wurde von Nico Lumma, dem bekannten Medien- und Onlineberater, mit einem einführenden Referat auf die  große Bedeutung des digitalen Lernens hingewiesen: „Wir brauchen die richtige Infrastruktur und Lehrkräfte, die in die Lage versetzt werden, mit den digitalen Möglichkeiten, die es gibt, zu arbeiten.

Die Digitalisierung macht es möglich: Informationen fließen viel schneller und Veränderungen treten viel zügiger ein als je zu vor. Das sehen wir an Entwicklungen wie dem Nutzer-Wachstum bei Whatsapp, bei AirBnB, bei Uber und bei vielen anderen digitalen Geschäftsmodellen. Es geht dabei nicht darum, nur Job-Nachwuchs zu schaffen, sondern um das Rüstzeug für die Zukunft! Wir benötigen ein Schulfach Digitalkunde, auch wenn die Bedenkenträger dagegen sind, weil sie früher Latein und Griechisch hatten.  Es ist an der Zeit, dass wir einige Dinge auch mal anders machen: Die Kinder müssen das programmieren lernen, um Abläufe zu verstehen. Aus Sicht sozialdemokratischer Bildungspolitik ist es auch wichtig, die bereits messbare "Digitale Spaltung" der Gesellschaft aufzuhalten, gemeinsam mit allen Akteuren des Bildungssystems. Ein souveräner und reflektierter Umgang mit digitalen Medien dürfe nicht vom Einkommen und dem Bildungshintergrund abhängen.“

Eindrucksvoll schilderte Frau Maike Schubert von der Freiherr-von-Stein Schule, Neumünster, die Einbindung der digitalen Medien in ihrer Schule. „Alle papiergebundenen Lernmaterialien werden digitalisiert und durch Lern-Apps angereichert. So entsteht ein digitaler Klassenschrank. Die neue Lern-Plattform soll für die Schüler auch von zu Hause aus erreichbar sein, in der Schule selbst können sie durch den WLAN-Zugang mit ihren eigenen Geräten wie Smartphones oder Tablet-Computern in das Lernnetzwerk gelangen. Die Schule darf sich beim „Lernen mit digitalen Medien“ Modellschule nennen und hat sich über ein Preisgeld von 21000 Euro gefreut. In der anschließenden Diskussion, an der auch der Schulleiter des Regionalen Berufsbildungszentrums des Kreises Plön Herrn Axel Böhm, die Direktorin des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Preetz, Dr. Anja Grabowsky und die Schülerin Adriana-Vivien Szablewska teilnahmen, wurde insbesondere ein schnelleres Internet gefordert, um den Anforderungen gerecht zu werden. Themen wie Elternbeteiligung und ein kritischer Umgang mit den Medien wurde ebenso diskutiert, wie Frage der Nutzethik, z.B. „wie benehme ich mich im Internet“. Dies hat eine große Bedeutung, um z.B. gegen Cybermobbing gewappnet zu sein. Die Digitalisierung ist längst Realität, und unsere Kinder brauchen Hilfe, sich in dieser neuen Welt zurechtzufinden. Deutlich wurde jedoch auch bei den Diskussionsteilnehmern, dass es durchaus positiv empfunden wird, auch auf konventionelle Art und Weise zu arbeiten und ein Papier in der Hand zu halten. Auch die Schülervertreterin  Adriana- Vivien Szableswka konnte aus ihrem Schulalltag berichten, insbesondere über das noch eher langsame Netz, aber auch, dass noch nicht jeder Lehrer sich mit den neuen Möglichkeiten angefreundet hat. „Die Digitalisierung ist nicht mehr wegzudenken, es geht nur noch um die Frage – wie wir sie auch in unseren Schulen umsetzen und nicht ob“, so der SPD- Fraktionsvorsitzende Lutz Schlünsen. „Jede Schule müsse ihren eigenen Weg finden. Dabei unterstützt die SPD die Schulen bei ihren Bemühungen und wünscht sich eine umfassende Konzeption zur Einführung und zur kulturellen Veränderung an den Schulen, denn das wird auch eine Folge sein“, so Schlünsen abschließend.

Homepage: SPD Kreis Plön


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