Innere Sicherheit im Kreis Plön: Zwischen echter und gefühlter Sicherheit

Veröffentlicht am 21.03.2016, 14:51 Uhr     Druckversion

Anlsslich einer Veranstaltung des SPD Kreisverbandes Aufmerksamkeit ja, Panik nein zur Inneren Sicherheit im Kreis Pln in Schwentinental, fhrte der Leiter des Polizeireviers Pln, Michael Martins aus, dass die Straftaten im Kreis Pln seit 2006  um 26,7 % zurckgegangen sind.

 Statistisch gesehen  wurden im Kreis Pln 5850 Flle bekannt, im Vorjahr waren es 6353,  Die Aufklrungsquote betrug 47,6 %. Die Einsatzzeiten der Polizei von 6 Minuten sind landesweit ein gutes Ergebnis. Die Zahl der Wohnungseinbrche stiegt um 3% auf 307. Leider liegt die Aufklrungsquote bei 8% bei diesen Delikten.  Bedingt durch die aktuellen Ereignisse rund um die Flchtlingspolitik in Kln gibt es bei den Brgerinnen und Brgern eine zunehmende Verunsicherung. Die gefhlte Sicherheit lsst sich nur schwer mit den Daten aus der Kriminalittsbekmpfung im Kreis Pln entgegnen.

Die Diskutanten waren sich einig, dass durch die unkontrollierten Flchtlingsstrme im letzten Quartal des Jahres 2015 der Staat bei den Brgern viel Vertrauen verspielt hat, und ngste und Unsicherheit entstanden sind. Dieses Vertrauen wieder zu erlangen ist eine gesellschaftliche Aufgabe von Staat, Politik, Justiz , Bevlkerung und  kann von Polizisten nicht alleine geleistet werden. 

Die Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzendes des Innen- und Rechtsausschusses, Simone Lange berichtete, dass diese Landesregierung bisher keine Polizistenstellen reduziert hat und als Antwort auf die Vertrauenskrise und auch auf die gefhlte Sicherheit jetzt 500 neue Polizistenstellen in den nchsten drei Jahren einrichtet.  Als ehemalige Kriminalbeamtin besitzt sie ein hohes Ma an Authentizitt und ist gerade zu prdestiniert, auch Sorgen und ngste der Brgerinnen und Brger zu begegnen und nachzuvollziehen.

Meine Verantwortung sehe ich darin, die Sorgen und Fragen der Menschen sehr ernst zu nehmen, ihnen mit ehrlichen Fakten zu begegnen, um ihnen selbst die Mglichkeit zu geben, fr sich einzuschtzen, was zu tun ist. Die Menschen mssen weder bevormundet werden noch  muss man ihnen was vormachen. Niemand kann uns absolute Sicherheit garantieren. Was wir zu tun haben, unsere staatlichen Institutionen so gut auszursten, das wir den Eindringlingen mit groer Konsequenz begegnen und Strafe wieder auf dem Fue folgt.

Thema war in diesem Zusammenhang auch die  Schlieung von kleinen Dienststellen, die sehr umstritten ist. Doch nach Aussagen der Fhrungskrfte der Polizei fhren die Einsatzkonzepte zu einer besseren und strkeren Einsatzfhigkeit der Polizei . Auch der Eigenschutz der Beamten fhrt zu doppelten Besetzungen. Die Vertreter der GdP berichteten von sehr hoher Arbeitsbelastung der Polizisten,  insbesondere der G 7 Gipfel hat sehr viel Personal eingebunden. Zunehmend ist Gewalt gegen die Beamten zu verzeichnen. Die immer weiteren zunehmenden Aufgaben, zuletzt auch in der Bewltigung des Flchtlingsstromes, fhren zu massiven berstunden, die in etwa 300 Stellen ausmachen.

Kreisvorsitzender Norbert Maroses: Die SPD mchte durch Fakten und Daten aufklren und den Brgern vermitteln, dass die Sicherheitslage im Kreis Pln landesweit am besten ist, und das muss auch so bleiben.

Wir schtzen die Arbeit der Polizei auerordentlich, jeder Beamte leistet seinen Beitrag zur Inneren Sicherheit. Mit einer breiten ffentlichkeitsarbeit ber die vielen Ttigkeiten der Polizei wird gewhrleistet, dass die Brgerinnen und Brger sich vertrauensvoll an sie wenden. Mit Besonnenheit und Ernsthaftigkeit, ohne zu beschnigen, aber auch ohne zu dramatisieren,  muss diese ffentliche Diskussion gefhrt werden, um zielgerichtet konstruktive Handlungsweisen aufzuzeigen. Hierzu wollen wir einen Beitrag leisten, so Fraktionsvorsitzender Lutz Schlnsen.

Homepage: SPD Kreis Plön


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